Seite 1 bei Google

Es geht um nicht viel weniger als die Wurst. Auf der Seite 1 bei Google zu erscheinen, ist wie ein Ladenlokal mitten in der Fußgängerzone zu haben. Nun stelle dir vor, Du könntest diese Top-Lage ohne Geldinvestition bekommen. Das ist es, was wir Guerilla SEO nennen.

Auszug aus dem Buch “Guerilla SEO”

Alles begann an einem lauen Sommerabend. Jonas hatte den Grill im Kleinstgarten vor dem Haus angeworfen und Nachbarn und Freunde kamen spontan oder geplant vorbei. Wir grillten Soja-Würstchen, Bio-Würstchen und Ja-Würstchen. Wir tranken das lokale, obergärige Bier und plauderten. An diesem Juli-Abend also – Andrew aß die Biofleischwürstchen und ich die Fleischersatzwürstchen – sprachen wir zum ersten Mal über das Thema SEO (Abkürzung für: Search Engine Optimisation). Da war es also, das magische Akronym. Beliebte Assoziationen: Schwindelerregender Erfolg im Internet! David gegen Googliath! Muss man machen! Braucht kein Mensch! Sowieso alles Betrüger! So in etwa las sich auch das Spektrum der Kommentare unserer Mitgriller.

Andrew und ich sind Freiberufler mit eigenem Webauftritt. Wir sind beide darauf aus, mehr Leute für unsere Seite und unsere Dienstleistung zu interessieren. Wer ist das nicht? Nun verbringt Andrew seit ein paar Monaten seine Wochenenden mit SEO – im Hauptberuf ist er „ein visueller Mensch“. Seit einiger Zeit also liest er PDFs, quält sich durch Foren und spielt mit SEO-Tools. Ich selber habe auch schon den einen oder anderen „Trick“ ausprobiert. Wahrscheinlich immer viel zu spontan und sporadisch, sodass ich nie ernsthafte Erfolge verbuchen konnte. Meistens dümpelt meine Platzierung in einer ähnlichen Region herum. Welche SEO-Aktion gerockt hat, kann ich selten benennen. Andrew geht es ähnlich. Jemand in der Runde meint: „Ach, SEO, das bringt nur etwas, wenn du einen Profi schrauben lässt. Das selber zu machen, ist doch witzlos. Das ist ein Wettrennen zwischen Hase und Igel.“

Diese Sätze hallen nach. Sie klingen wie eine Aufforderung zum Duell. Sicher, ein Teil von mir sieht das auch so, ein anderer Teil aber hält das für eine verkappte Ausrede. Eine Rationalisierung mit dem Ziel, das qualvolle Thema Akquise zu umschiffen. Denn wenn es darum geht, Akquise zu vermeiden, sind wir Kreativen wahnsinnig kreativ – und fatalistisch. Ein beliebter Spruch: „Ich hab’ das (einmal) probiert, das bringt doch sowieso nix!“